Deutsch in Bildern – Conceptmaps für den Unterricht


Ver­schieden­ste Inhalte aus dem Deutschunter­richt mit Schü­lerin­nen und Schülern in eine ver­ständliche Bilder­sprache über­set­zen, wie geht das? Ste­fan Schnei­der, Lehrer für Deutsch und Geschichte, bietet einen Ein­blick in die Arbeit mit Con­ceptmaps.

von Dr. Ste­fan Schnei­der

Visu­al­isierun­gen in Form von Info­grafiken und Illus­tra­tio­nen gehören zu den Stan­dards des Deutschunter­richt­es. Das Con­cept Map­ping geht einen Schritt weit­er. Denn mit dieser Strate­gie wer­den Inhalte nicht nur geord­net oder ästhetisch ver­dop­pelt. Das Con­cept Map­ping zielt darauf, schwierige The­men, etwa gram­matikalis­che Geset­ze, kom­plexe Ter­mi­ni oder Inter­pre­ta­tion­san­sätze anschaulich zu machen. Ver­ständ­nis­prob­leme sollen so min­imiert, Mnemotech­niken ver­stärkt wer­den.

Das Beson­dere dieses Ver­fahrens beste­ht darin, dass es zugle­ich von Lehrkräften und Schülern betrieben wer­den kann. Das Con­cept Map­ping ist insofern zugle­ich Lehr- und Lern­meth­ode.

Zunächst reflek­tiert und struk­turi­ert der Lehrende sein Wis­sen vor den Schülern, während er es auf eine weit­ere Sin­nesebene trans­portiert. Die Schüler helfen bei dieser Über­führung, indem sie für sie selb­st passende Bilder vorgeben oder von der Lehrkraft vorgegebene Bil­dan­ge­bote prüfen. Im Anschluss kön­nen die Schüler den mit­er­ar­beit­eten Lern­stoff auf den je ver­schiede­nen Stufen abgreifen.

Weit­er­führend ist es möglich, dass die Schüler eigene Präsen­ta­tio­nen zu Unter­richts­fra­gen mit­tels Con­cept Map­ping erar­beit­en. Entschei­dend ist bei dieser Meth­ode nicht der Trans­fer von Text- in Bild­in­for­ma­tio­nen. Vielmehr geht es darum, mit sprach­lichen und grafis­chen Mit­teln ein Prob­lem zu ver­ste­hen und das heißt, es indi­vidu­ell zu lösen. Das Con­cept Map­ping zielt also nicht zuerst auf ein kün­st­lerisches Pro­dukt, son­dern ist als Arbeitsin­stru­ment zu nutzen. Daher läuft es auch als Prozess ab, der schwierige Inhalte sukzes­sive in greif­bare und begreif­bare For­men trans­formiert. In diesem Sinne kann nicht von Wis­sensaneig­nung oder -ver­mit­tlung gesprochen wer­den; vielmehr han­delt es sich um Wis­sens­durch­dringung. Im Ver­lauf der Anfer­ti­gung von Con­cept Map­ping erleben die Teil­nehmer diesen Prozess deshalb oft als ein unmit­tel­bares Ent­deck­en.

Das Con­cept Map­ping verbindet Schrift und selb­st entwick­elte Bildze­ichen zu ein­er exp­lika­tiv­en Ein­heit. Wie das geht, zeigen die Down­loads sowie die tollen Schüler­ar­beit­en auf dem Insta­gram-Account von Deutsch in Bildern.

Con­cept Map­ping — für jeden Jahrgang, für jedes The­ma, für jede Schul­form eine vielver­sprechende Option? Schreiben Sie uns gern Ihre Mei­n­ung in den Kom­mentaren!
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Down­load: Con­ceptmap­mod­elle (673.8 KiB)
Down­load: Con­ceptmap­beispiele (893.0 KiB)
Dr. Stefan Schneider

Dr. Stefan Schneider ist Lehrer für die Fächer Deutsch und Geschichte am Gymnasium Melle, er unterrichtet hier die Klassen 5 bis 12 und arbeitet als Mittelstufenkoordinator. Zudem ist er als Lehrbeauftragter an der Universität Osnabrück für den Fachbereich Mediendidaktik tätig.

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