Lesetipp: Das Schicksal ist ein mieser Verräter – Ein Buch über die großen Fragen des Lebens


Was passiert, wenn das Schick­sal in Form ein­er Kreb­serkrankung der Jugend und über­haupt dem Leben einen Strich durch die Rech­nung macht? Kann man darüber über­haupt einen lesenswerten Roman schreiben? Ja, der amerikanis­che Autor John Green kann es…

Unmit­tel­bar nach seinem Erscheinen 2012 eroberte John Greens Romans „Das Schick­sal ist ein mieser Ver­räter die Best­sellerlis­ten. Er wurde mit­tler­weile in mehr als 40 Sprachen über­set­zt und 2014 auch ver­filmt. Auf den Erfolg ange­sprochen, antwortet der Autor John Green in einem Inter­view mit der „ZEIT“, dass er selb­st darüber erstaunt sei, denn es gin­ge ihm genau­so wie sein­er Heldin Hazel im Roman: „Ich has­se Kreb­s­büch­er!” Geschrieben habe er dann trotz­dem eines, um seine Erfahrun­gen, die er während sein­er Tätigkeit als Kaplan in einem Kinderkranken­haus gemacht habe, anders als in den „typ­is­chen Kreb­s­büch­ern“ lit­er­arisch zu ver­ar­beit­en.

Im Mit­telpunkt der Geschichte ste­ht die an Krebs erkrank­te 16-jährige Hazel, deren Leben ganz von der Krankheit bes­timmt wird. In ein­er Selb­sthil­fe­gruppe, zu der sie nur wider­willig geht, trifft sie auf Augus­tus, der ganz offen­siv mit sein­er Krankheit umge­ht. Die bei­den ver­lieben sich ineinan­der und ver­brin­gen eine Zeit voller Lebens­freude, trotz ihrer furcht­baren Diag­nosen und des bevorste­hen­den Todes.

John Green zeigt uns in seinem Roman keine sen­ti­men­tal­en Klis­chees, son­dern zwei starke Per­sön­lichkeit­en, die ihrem Schick­sal auf eine beein­druck­ende Art und Weise begeg­nen: mit Humor, aber auch Trau­rigkeit, mit Sarkas­mus, ohne zynisch zu wer­den, mit all ihren Sehn­sücht­en und einem unglaublichen Lebenswillen. Das Buch ist heit­er und trau­rig zugle­ich. Es berührt und hallt lange nach. Oder wie Wern­er Bartens tre­f­fend in der Süd­deutschen Zeitung schreibt: „Wer hier nicht weint und nicht lacht, fühlt schon lange nichts mehr… Das ist kein Jugend­buch, son­dern Lit­er­atur für alle – anmutig, komisch, kost­bar.“

Von: Anni­ka Wiede­mann

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Annika Wiedemann

Annika Wiedemann arbeitet als freie Autorin und Redakteurin.

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