Inklusionsmaterial und Filmtipp „Die Kinder der Utopie“


Was passiert, wenn Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden und aufwachsen? Welche Menschen, Ideen vom Leben und Lebensentwürfe entstehen dabei? Julia Wilhelm hat die „Einladung zur Utopie“ angenommen und sich den Film von Hubertus Siegert angesehen. Kostenloser Download passend zum Thema: das neue Inklusionsmaterial für Klasse 7 von deutsch.kombi plus.

Filmplakat "Kinder der Utopie"
Filmplakat „Kinder der Utopie“, © S.U.M.O. Film Hubertus Siegert

Spätestens seit dem 2009 in Kraft getretenen Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung (UN-Behindertenrechtskonvention) ist der Begriff der „Inklusion“ auch in Deutschland angekommen. Artikel 24 sorgte und sorgt dabei für den größten Aufruhr: Er fordert ein integratives Bildungssystem, in welchem Menschen mit Behinderung nicht länger vom allgemeinen Bildungswesen ausgeschlossen werden sollen.

Seither sind 11 Jahre vergangen und der Regisseur Hubertus Siegert stellt sich in seinem neuen Film „Die Kinder der Utopie“ Fragen nach der Umsetzung, nach Chancen und Risiken einer inklusiven Bildung. Sechs junge Erwachsene treffen nach 12 Jahren wieder aufeinander. Ihr Leben und Lernen in einer der deutschlandweit ersten inklusiven Klasse wurde bereits im Jahr 2004 für den Film „Klassenleben“ von Hubertus Siegert dokumentiert und zeigte, wie Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden können.

Wie es den mittlerweile Erwachsenen ergangen ist, wie sie ihr Leben gestaltet haben und auf ihre gemeinsame Schulzeit zurückblicken, zeigt der Regisseur mit viel Nähe zu den Akteuren. Dabei hinterlässt der Film vor allem durch den Humor, mit welchem sich die jungen Erwachsenen gegenübertreten, einen bleibenden Eindruck und zeigt die Möglichkeit eines selbstverständlichen, unkomplizierten und respektvollen Umgangs miteinander.

Inklusion ist nicht lenkbar oder lässt sich von heute auf morgen umsetzen. In einem inklusiven Schulsystem passt sich die Schule den individuellen Bedürfnissen der SchülerInnen an und nicht – wie bisher umgesetzt –  andersherum. Inklusion ist nicht starr, sondern flexibel und dynamisch. Dass dies eine riesige Herausforderung ist und nervenaufreibende Situationen für SchülerInnen und Lehrkräfte mit sich bringt, ist definitiv nicht zu vernachlässigen. Doch statt auf der Suche nach „der Lösung“ immer mehr Zeit zu verschwenden, sollte eine gut fundierte Umsetzung stattfinden – ist die Forderung doch denkbar simpel: EINE Schule für ALLE.

Zum bundesweiten Aktionsabend am 15.05.2019 besuchten 20.000 Menschen in 160 Kinos die Filmvorstellung „Die Kinder der Utopie“, traten anschließend in einen Diskurs mit Pädagogen, Schulleitungen und SchülerInnen und setzten ein Zeichen für den Glauben an die Inklusion in unserer Gesellschaft.
Zu sehen ist der Film jetzt im Rahmen von Community Events, d. h. nichtgewerblichen Vorführungen, die von Interessierten außerhalb von Kinos organisiert werden.

Sind Sie interessiert? Weitere Informationen erhalten Sie auf dieser Website:
https://www.diekinderderutopie.de/home (externer Link). Den Trailer zum Film finden Sie hier (externer Link).

Kostenlos für Sie zum Download:
Wir haben für Sie einen Auszug aus dem Kapitel „Ich bin ich – du bist du“ aus deutsch.kombi plus Materialien für inklusiven Unterricht für Klasse 7 schon vor Erscheinen im August bereitgestellt. In der Zip-Datei befinden sich Word-Arbeitsblätter zu den Förderschwerpunkten „geistige Entwicklung“ (G) und „Lernen/emotionale Entwicklung“ (LE/ES). Das Hinweis-PDF gibt Ihnen Tipps, wie Sie die Kopiervorlagen einsetzen können.

– Inklusionsmaterial mit Hinweisen (Zip-Datei, ca. 1,4 MB)

print

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihr Kommentar erscheint erst nach Freischaltung durch die Redaktion.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere die Datenschutzhinweise

Archiv