Lesefreude wecken zum Welttag des Buches


Lesend kann man immer wieder in neue Welten eintauchen und diese entdecken. Autorin Christiane Vatter-Wittl schildert, wie das Projekt „Ich schenk dir eine Geschichte“ der Stiftung Lesen zum Welttag des Buches am 23. April die Leseförderung unterstützt – und den lokalen Buchhandel.

Lesen ist auch im digitalen Zeitalter eine Kulturtechnik, die so schnell nicht aussterben wird. Doch oft sind Kinder und Jugendliche im Alltag einer dauerhaften Berieselung durch Smartphones, Spielekonsolen etc. ausgesetzt. Die Bilder, die dort in Spielen und Geschichten begegnen, sind aber bereits vorgefertigt und die eigene Phantasie kann nicht mehr ausgelebt werden. Darum steht man als Lehrer oder Lehrerin vor der Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern wieder verstärkt Leseerfahrungen zu ermöglichen.  

Logo "Welttag des Buches" 2018
© Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

Ein sehr schönes Projekt, das hierbei unterstützen kann, wird jedes Jahr von der Stiftung Lesen durchgeführt. Im Rahmen des Projektes „Ich schenk dir eine Geschichte“ wird der Welttag des Buches am 23. April gefeiert. Die Lehrkräfte der vierten und fünften Klassen können sich bei der Stiftung Lesen um sogenannte Buchgutscheine für ihre Klassen bewerben. Anfang April treffen die Buchgutscheine dann bei der Schule ein und man kann bei der Buchhandlung seiner Wahl einen Termin zur Abholung ausmachen. Damit unterstützt das Projekt der Stiftung Lesen auch den örtlichen Buchhandel und regt zum Gang in die Buchhandlung an.

Startpunkt: ein Besuch in der Buchhandlung

Eine besonders schöne Idee ist es, mit der Klasse eine Betriebserkundung der Buchhandlung zu machen. Ich hatte bisher Glück und sehr aufgeschlossene Buchhändlerinnen oder Buchhändler, die sich immer Zeit genommen und uns einen Einblick in ihre Arbeit gegeben haben. Eine Leserallye und ausgiebiges Schmökern im Buchladen rundeten den Besuch oft ab. Die Jugendlichen haben sich dabei auch immer sehr über Lesetipps gefreut, die dann doch breiter gefächert waren, als sie dachten. Seitdem stelle ich meinen Schülerinnen und Schülern immer gerne neue Bücher vor, was sie dankbar annehmen. Egal ob zu Hause oder in der in der Klassenbibliothek.

„Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Sabine Zett

Das Buch der Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ heißt in diesem Jahr „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“. Das große Thema im Buch ist Freundschaft – auch die Freundschaft zwischen Jungen und Mädchen, die manchmal nicht so einfach ist. Im Anhang des Buches gibt es ein Rätsel mit Fragen aus dem Bereich des sinnentnehmenden Lesens. Zusätzlich wird die Geschichte neuerdings im Buch als Comic abgedruckt. So werden besonders DaZ-Schüler und LRS-Schüler dazu animiert, mitzumachen und die Geschichte zu erschließen. In der Schule arbeite ich zudem mit einem Lesetagebuch (kostenpflichtig auf lehrermarktplatz.de), das auf das Buch abgestimmt ist.

Kennen Sie das Projekt der Stiftung Lesen? Haben Sie schon einmal mit Ihrer Klasse teilgenommen? Welche Maßnahmen setzen Sie ein, um Lesefreude zu fördern? Erzählen Sie uns gern davon in den Kommentaren.
Zum kostenlosen Download gibt es für Sie passend zu „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ zwei Arbeitsblätter auf unterschiedlichen Niveaus: Arbeitsblatt 1 (BASIS) und Arbeitsblatt 2 (EXTRA).
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Download: Arbeitsblatt 1 BASIS (36.9 KiB)
Download: Arbeitsblatt 2 EXTRA (30.3 KiB)
Download: Lösungen zu KV1 KV2 (PDF) (41.6 KiB)
Christiane Vatter-Wittl

Christiane Vatter-Wittl ist Lehrerin an einer Mittelschule in Bayern und Autorin für deutsch.kombi plus.

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