Lesetipp: Neu in Deutschland – eine Zeitung über Flucht, Liebe und das Leben


Wirklich bemerkenswert ist es, was in Bochum auf die Beine gestellt wurde – bereits 2016 mit dem Deutschen Lesepreis der Stiftung Lesen ausgezeichnet, wurde die Zeitung „Neu in Deutschland“ nun für den Deutschen Integrationspreis 2017 der gemeinnützigen Hertie-Stiftung nominiert. Das Projekt ermöglicht es, am persönlichen Erleben geflüchteter Menschen teilzuhaben und eröffnet damit stets neue Blickwinkel.

Es ist eine Zeitung für alle, jedoch wird sie geschaffen und getragen durch das Engagement geflüchteter Menschen verschiedenster Herkunft und unterschiedlichster Perspektiven auf das Leben in Deutschland. Wie fühlt es sich für Lamia Hassow an, seit zweieinhalb Jahren auf das syrische Hochschulzeugnis warten zu müssen, um endlich in Deutschland weiterstudieren zu dürfen? Was bedeutet es für den Auszubildenen Khaled Al Rifai, endlich seine Miete selbst bezahlen zu können und dennoch in den Augen anderer Menschen vor allem ein Geflüchter zu bleiben?

Der gemeinsame Wunsch aller Beteiligten ist es, sich durch die Zeitung in die öffentliche Debatte in Deutschland einbringen zu können, ins Gespräch miteinander zu kommen. Diesen geflüchteten Menschen damit eine Stimme, ein Gesicht und einen Raum zu geben, gelingt auch über die berührenden und ehrlichen Einblicke, welche die Autorinnen und Autoren gewähren – und das über alle Altersgrenzen und kulturelle Lebenserfahrungen hinweg.

Die Träume, die bewahrten und die zerstörten, spielen dabei eine große Rolle und werden in Gedichten oder persönlichen Gedanken niedergeschrieben, wie zum Beispiel „Liebe Gardan, mein kleiner Schatz“ von Jamila Ali als Brief einer Mutter an ihre Tochter. Doch die Zeitung bietet mit den vierteljährlich erscheinenden Ausgaben unter der Herausgeberin Dorte Huneke-Nollmann noch viel mehr: Interviews zu aktuellen politischen Themen oder auch Eindrücke aus Alltagssituationen wie der gemeinsame Theaterbesuch oder die Begegnungen mit den Menschen in der neuen Heimat. Alle Texte werden auf Deutsch veröffentlicht beziehungsweise aus den muttersprachlichen Texten von der Redaktion selbst ins Deutsche übersetzt.

Hier erfahren Sie mehr:
nid-zeitung.de
https://www.facebook.com/neuindeutschlandzeitung
 

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