Schülerzeitungswettbewerb – aktuell oder alter Hut?


Zeichnung einer Schülerzeitung
© Ernst Klett Verlag GmbH (Isabel Große Holtforth), Stuttgart

Informationen und Unterhaltung sind heute leicht zu bekommen. Eine Schülerzeitung zu machen, ist dagegen anstrengend. Lohnt sich dieser Aufwand überhaupt?

Es ist wieder so weit: In den kommenden drei Septembertagen werden aus rund 1900 Einsendungen die besten Artikel und Schülerzeitungen Deutschlands feierlich in Berlin ausgezeichnet, getrennt nach den verschiedenen Schulformen. Originalität, Schul- und Schülerbezogenheit, jugendrelevante Themen, Layout und besonders gut recherchierte Artikel z. B. zum Thema „Digitale Medien und Schule“ sind einige der Bewertungskriterien. Den Gewinnern winken viele Preise: eine Reise nach Berlin, Workshops mit Profis und viele Sachpreise. Erstmals in diesem Jahr unterstützt auch der Klett Verlag den Wettbewerb. Es lohnt sich also mitzumachen, denn auch wenn die Gewinner jetzt schon feststehen – im Schuljahr 2018/2019 gibt es eine neue Chance.

Mehr Durchblick dank Arbeit an einer Schülerzeitung

Schülerzeitungen sind so vielfältig wie ihre Macher und leisten u. a. einen wichtigen Beitrag zum Demokratieverständnis, gerade im digitalen Zeitalter. In einer Schülerzeitung können Schülerinnen und Schüler die Themen bearbeiten, die sie interessieren – und bei unserer heterogenen Schülerschaft mit ihren unterschiedlichsten Begabungen ist für jeden etwas dabei: ein Bericht von der letzten Schulversammlung, eine Reportage über die Klassenfahrt, ein Interview mit der Bürgermeisterin, eine Rezension über den aktuellen Kinofilm, Rätsel, Witze usw. Und wer intensiv für einen Artikel recherchiert hat, wird wahrscheinlich auch Artikel von anderen kritischer lesen und selbst damit weniger empfänglich für „Fake News“ und Manipulations­versuche.

Neue Möglichkeiten durch Online-Medien

Der Einsatz neuer Medien ist etwas, das die Gestaltung einer Schülerzeitung noch interessanter und vielseitiger macht. So lassen sich nicht nur Texte am Computer schreiben und das Layout mit dessen Hilfe anschaulich und professionell gestalten, es lässt sich neben oder statt einer gedruckten Ausgabe auch eine Online-Zeitung herstellen, in die Fotos oder auch selbstgedrehte Videoclips oder interaktive Elemente eingebunden werden können.

Ganz nebenbei lernen Schüler, wie eine Zeitung (auch eine Online-Zeitung) gemacht wird, welche einzelnen Berufe es gibt (z. B. Reporter, Redakteure, Layouter), welche Textarten und wie das Produkt schließlich finanziert und vermarktet werden kann. Nicht zuletzt können die Schülerinnen und Schüler stolz auf ihr fertiges Produkt sein, wenn sie es in Händen halten oder die neueste Ausgabe ihrer Schülerzeitung online geht.

Schülerzeitungen sind also kein alter Hut, sondern auch im digitalen Zeitalter aktuell und ein wichtiger Baustein zur Medienkompetenz und zur Erziehung zur Demokratie. Und: Es macht Spaß, an Themen zu tüfteln und gemeinsam ein tolles Produkt zu gestalten.

Linktipps

Eine Übersicht mit allen prämierten Schülerzeitungen 2018 sowie weitere Infos zum Wettbewerb gibt es hier:
https://schuelerzeitung.de/projekte-und-veranstaltungen/schuelerzeitungswettbewerb/gewinnerinnen-und-gewinner-2018/

Die Pressemitteilung zum Wettbewerb steht hier zum Download bereit:
https://jugendpresse.cloud/s/yXfd7kTsWxKL2nP/download

Schülerzeitung im Deutschunterricht

Die Redaktion und Produktion einer Schülerzeitung eignet sich auch hervorragend als Projektarbeit im Deutschunterricht. Ideen finden sich zum Beispiel an außerschulischen Lernorten. Viele Anregungen dazu finden Sie hier.

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