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Buch- und Filmtipp: „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“

Ausgrenzung, Krieg und Vertreibung – schwere Kost leicht und berührend erzählt aus dem Blickwinkel der neunjährigen Jüdin Anna. Unsere Autorin Petra Breuer-Küppers schildert ihre Eindrücke zum Buch und zum Film.

Hintergrund

Der Film „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (Regie: Caroline Link) basiert auf der gleichnamigen, autobiografisch geprägten Romanvorlage von Judith Kerr. Der Roman wurde  im Jahr 1971 erstmals in englischer Sprache veröffentlicht und 1973 ins Deutsche übersetzt.

Die neunjährige Anna lebt vor der Machtübernahme Hitlers mit ihren jüdischen Eltern ihrem Bruder Max, der Haushälterin Heimpi und Onkel Julius in gut situierten Verhältnissen in Berlin. Der Vater ist ein bekannter Schriftsteller, der sich in seinen Artikeln kritisch zu Hitler äußert. Er glaubt, dass Hitler die Reichstagswahl gewinnen könnte und er selbst dann nicht mehr denken und schreiben darf, was seinen Überzeugungen entspricht. Als die Gefahr besteht, dass sein Pass eingezogen wird, flüchtet er ins Ausland und lässt seine Familie sobald wie möglich nachkommen. Bei dieser Flucht muss Anna neben ihren Freundinnen, Heimpi und Onkel Julius auch ihr Lieblingskuscheltier, das rosa Kaninchen, zurücklassen. Die Familie flüchtet zunächst in die Schweiz, dann nach Paris und schließlich aus wirtschaftlicher Not heraus nach England, weil der Vater dort Arbeit findet. An allen Stationen erlebt die Familie Antisemitismus, erfährt aber auch, dass nicht die Dinge wichtig sind, die sie auf ihrer Flucht zurücklassen müssen, sondern dass es ein Geschenk ist, als Familie zusammenbleiben zu dürfen.

Mehr über das Buch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ und die Autorin Judith Kerr können Sie auf der Webseite Ravensburger Verlag erfahren.

Der Film im Deutschunterricht

Der Film lässt die historische Zeit lebendig werden, ist aber gleichzeitig unglaublich aktuell. Er lädt Kinder, Eltern und Großeltern ein, miteinander über die Zeit des Nationalsozialismus zu sprechen. Über das zu sprechen, was mit Andersdenkenden oder Flüchtlingen heute geschieht. Über das, was wirklich wichtig ist im Leben: den Lebensmut nicht zu verlieren und das wertzuschätzen, was man an Familie und Freunden hat. Vor allem die Darstellerin der Anna (Riva Krymalowski) spielt sich sofort ins Herz der Zuschauer und lässt sie mitfiebern, mitleiden und mithoffen.

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