Für Lernende bleibt beim Schreiben einer Inhaltsangabe oder einer Textbeschreibung häufig ein Problem, obwohl ein Text grundsätzlich verstanden wurde. Es ist für sie schwierig, die wörtliche Rede aus dem literarischen Text in indirekte Rede umzuformulieren. Und meist reichen ein oder zwei Übungsstunden bei meinen Klassen nicht aus, um das Phänomen zu sichern. Deswegen übe ich die indirekte Rede hauptsächlich mit dem Satz der Woche.
Satz der Woche
Aber ab Klasse 8, spätestens ab Klasse 9 ist es mir wichtig, den Fokus auf die indirekte Rede zu legen. Dann sprechen wir einfach einmal nicht über Rechtschreibung.

Dass hier Satzzeichen fehlen, fällt den meisten Lernenden auf. Diese werden für die direkte/wörtliche Rede zunächst ergänzt.

Um etwas üben zu können, muss ich die regelhafte Funktion kennen. Wenn Sie also im „Satz der Woche“ Wortarten wiederholen wollen, haben Sie diese Wörter bereits früher eingeführt oder es wurde in den vorigen Jahren besprochen. Sie können nun daran anknüpfen.
Beim Satz der Woche muss ich dagegen, da ich nicht immer auf vorhandenes Wissen zurückgreifen kann, kleinschrittiger vorgehen. Ich sage zunächst: „Stellt euch vor, dieser Satz steht in einer Erzählung und ihr sollt die Inhaltsangabe dazu schreiben. Ihr benötigt also die indirekte Rede.“ Den schwächeren Lernenden gebe ich bei der Erarbeitung an die Hand, dass bei der Umformung zur indirekten Rede fast immer ein „dass-Satz“ hilft. Dann ist also vermutlich die erste gute Meldung, die an der Tafel festgehalten wird:

Die nächste Hürde, die dann auftaucht, ist, dass „dass-Sätze“ Nebensätze sind. Das Verb muss also ans Ende.

Vermutlich werden nicht viele Lernende an dieser Stelle sofort den korrekten Konjunktiv verwenden. Dieser wird von den stärksten Lernenden eingebracht oder die Lehrkraft erinnert daran:

Aber wer verkündet nun, dass es hitzefrei gibt? Der Satz steht in einer Geschichte und den Lernenden fällt der Perspektivwechsel oft schwer. Es ist nicht die Schulleiterin ihrer Schule. Es ist die Schulleiterin in der Geschichte. Ich muss also das Artikelwort ändern:

Perspektivwechsel üben
Den Perspektivwechsel und die Veränderung des Artikelworts, lässt sich am besten mit wörtlicher Rede üben, die in der Ich-Perspektive formuliert ist:

Es muss immer mit bedacht werden, dass die Schülerinnen und Schüler bei einem einzelnen, aus der Geschichte herausgelösten Satz das passende Pronomen oft nicht kennen können. Im Verlaufe einer Erzählung wird das Geschlecht der Figuren in der Regel aber klar.
Passende wörtliche Rede für den nächsten Satz der Woche finden:
Im Deutschunterricht steht oft, sowohl in Inputphasen als auch beim selbstorganisierten Lernen, ein Text im Mittelpunkt. Darin findet sich in den meisten Fällen wörtliche Rede. Diese kann gut für den Satz der Woche verwendet werden.
Gibt es einmal keine wörtliche Rede im Text, üben Sie im Satz der Woche Wortarten, Satzglieder, Rechtschreibung, Wortschatz, Aktiv und Passiv oder oder oder…
Für Sie zum kostenlosen Download
Direkte/wörtliche Rede und indirekte Rede verwenden
Arbeitsblatt 1
Anforderungsbereich 1 (Word) und Lösung (Word)
Anforderungsbereich 2 (Word) und Lösung (Word)
Anforderungsbereich 3 (Word) und Lösung (Word)
Arbeitsblatt 2
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