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Drei Tipps für mehr Bewegung im Unterricht

Bewegung bringt Unruhe in den Unterricht, so die weit verbreitete Ansicht – mit Berechtigung, wenn wir ehrlich sind. Doch was dabei außer Acht gelassen wird, ist das Potenzial und die Relevanz, welche/-s die Bewegung für die Schüler/-innen mit sich bringt.

Durch Bewegung werden die motorischen Zentren des Gehirns aktiviert, was die Informationsverarbeitung und -speicherung fördert und optimiert. Bewegung wirkt sich auch positiv auf das Hormonsystem aus, indem sie Stress reduziert und die Produktion von Wachstumshormonen stimuliert, was effektives und nachhaltiges Lernen begünstigt. Dabei muss Bewegung im Unterricht nicht sportlich, ganzkörperlich oder intensiv sein – wichtig ist, dass sie in irgendeiner Form stattfindet.

Hier sind drei Tipps für Sie, wie Sie ganz einfach dauerhaft mehr Bewegung in Ihren Unterricht bringen:

Unterrichtsmaterialien selbst auszuteilen oder die Aufgabe auf einzelne Schüler/-innen zu übertragen, ist eine effiziente Möglichkeit – zum Abgewöhnen. Denn dabei wird den Lernenden eine Gelegenheit genommen, sich zu bewegen und damit auch eine wertvolle Möglichkeit, nach sitzintensiven Unterrichtsphasen Körper und Geist zu regenerieren und so Konzentration und Motivation zurückzubringen. Die Schüler/-innen sollten selbst entscheiden dürfen, ob sie die Bewegungsmöglichkeit wahrnehmen möchten oder sich das Material mitbringen oder durchreichen lassen wollen.

Selbst beim Sitzen kann Raum für Bewegung geschaffen werden und das sollte es auch, denn die Statik der Position ist gesundheitsschädigend. Durch angelehntes oder stark nach vorn gebeugtes Sitzen werden Rücken- und Bauchmuskulatur wenig beansprucht, passive Gelenkstrukturen aber stark belastet, was auf Dauer schon im Kindes- und Jugendalter zu Rückenbeschwerden führen kann. Den Schüler/-innen durch kurzes Thematisieren des Konzepts die Möglichkeit zu eröffnen während des Unterrichts wechselnde Sitzpositionen einzunehmen – sei es die Lehne nach vorn zu drehen, sich im Schneidersitz zu positionieren oder sich gar auf den Stuhl zu hocken –, ist eine kleine Geste mit großer Wirkung.

Ein Bewegungsangebot für spezielle Unterrichtsinhalte und Thematiken zu konzipieren, ist mit einem Mehraufwand verbunden, der zeitliche Kapazität in der Planung fordert und die bleibt den wenigsten Lehrkräften. Um die Vorbereitung in dieser Hinsicht zu entlasten, kann es hilfreich sein, wiederkehrenden didaktischen Phasen eine feste Methode zuzuordnen und diese routiniert durchzuführen. Damit kann zum Beispiel eine bewegte Idee zum Brainstorming als Einleitung in eine neue Thematik oder eine spielerische Möglichkeit zur Abfrage von Lerninhalten gemeint sein, die dauerhaft Einzug in das Unterrichtsgeschehen findet. Eine Hand voll erprobter Methoden zur Inspiration für Ihren Unterricht finden Sie als Download.

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Über die Autorin

Madeleine Bär

Madeleine Bär ist Lehramtsstudentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sportpädagogik.

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