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Der Klett Verlag unterstützt Landeswettbewerb Baden-Württemberg

Der Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg lädt seit 1990 alle Oberstufenschüler:innen des Bundeslandes dazu ein, sich mit ihren Texten zu jährlich neuen Themen aus Literatur, Sprache oder Medien zu bewerben. Von der Preisträgertagung 2024.

Dort, wo die Donau nur so schmal ist wie andernorts die Saale oder die Wupper, nicht ganz in der Mitte zwischen ihrem Quellring in Donaueschingen und der Münsterstadt Ulm, liegt das Städtchen Riedlingen auf der grünen Schwäbischen Alp. Und noch ein Stückchen weiter bei Altheim gibt es das Tagungshaus Kloster Heiligkreuztal, auf dessen schönem Gelände mit Kirche, Kerzenkapelle und Kreuzgang, mit Wirtschaftshof, Mühle und Klostergarten sich Mitte Juli die Preisträgerinnen und Preisträger des Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur aus Baden-Württemberg zu ihrer diesjährigen Seminartagung trafen.

Wo früher Beginen und Zisterzienserinnen lebten, konnten einundzwanzig Ehrungen an junge Menschen vergeben werden, die die Oberstufe erreicht haben oder diese als Abiturienten gerade verlassen. Jedes Jahr zum Schulstart schreibt das Kuratorium des Wettbewerbs acht Themen neu aus, zu denen bis zu Beginn des neuen Kalenderjahres in frei gewählten Schreibformen Texte eingereicht werden können. In diesem Jahr gab es rund sechshundert Einsendungen zu Themen von Mittelalter bis Kafka und KI. Wissenschaftlich oder journalistisch aufbereitete Texte entstanden dabei ebenso wie Essays oder Prosa. Die Texte der Teilnehmenden erzählen sensibel und mit fantasieentzündenden Leerstellen beispielsweise von Menschen im Ehrenamt, von der wachsenden Alzheimererkrankung und dem Tod der Großmutter, von der Suche nach der geschlechtlichen Verortung oder von beruflichen Infragestellungen durch KI. Sie machten reflexionsstark erfahrbar, wie Intentionen von Kafka-Parabeln sich in todesnahen Erlebnissen ausmachen ließen oder warum KI menschliche Kreativität nicht außer Kraft setzt. Alle gekürten Texte werden in der jährlichen Broschüre abgedruckt und auf der Website des Wettbewerbs veröffentlicht.

Das Wesentliche an diesem Wettbewerb ist aber vor allem, dass die Schreibenden von der Jury aus engagierten Lehrerinnen und Lehrern während der Seminartage kritisch begleitet werden, indem diese die Arbeiten individuell spiegelt und zur Weiterarbeit ermuntert. So gibt es über mehrere Tage Diskussionsrunden, Schreibwerkstätten und Einzelgespräche, die nicht nur jedem der Teilnehmenden eine differenzierte Wahrnehmung und Anregung bietet, sondern auf diese Weise auch nachhaltig bestärkt, dass der Erfolg im Wettbewerb nichts Singuläres sein soll, sondern das Schreiben als wichtige berufliche oder persönliche Kompetenz lebensbegleitend sein kann.

Eine schöne Tradition ebenso: Es werden zu jedem der Seminare hochkarätige Autorinnen und Autoren eingeladen, die professionellen Input geben: In diesem Jahr war die deutsche Schriftstellerin Iris Wolff mit ihrem neuesten Buch „Lichtungen“ zu Gast. Auch der FAZ-Journalist Tilman Spreckelsen gab Einblicke in seine Berufswelt. Eine intensive Erfahrung, von der die Preisträgerinnen und Preisträger stets sehr schwärmen.

Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg

Der Ernst Klett Verlag unterstützt durch sein Sponsoring diesen Wettbewerb bereits seit 2014 – zunächst über die Deutschredaktion in Leipzig, nun über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Verlags. Das Marketing half zudem das Corporate Design zu entwickeln, Greta Weller-Sienitzki, Regionalleiterin Süd, ist Mitglied im Kuratorium. Im jetzigen Wettbewerbsjahr konnte Birgit Lönne als Gruppenleiterin für das Fach Deutsch am Gymnasium in einem Seminar mit den Schülerinnen und Schülern über das Berufsfeld in Schulbuchredaktionen sprechen und Buchpreise übergeben.

Die Preisverleihung am letzten Tag der Seminarzeit wird von vielen Familien und Lehrerinnen und Lehrern der Preistragenden besucht und von Vertretern des Kultusministeriums sowie des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in Stuttgart begleitet.

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