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Kommasetzung in Aufsätzen – ein häufiger Fehlerschwerpunkt

Fünf Tipps, damit Ihren Schülerinnen und Schülern die Kommasetzung und die das/dass-Schreibung in Zukunft besser gelingen.

Kennen Sie das? In der Theorie beherrschen Ihre Lernenden die Kommaregeln, auch in Übungsphasen klappt die Kommasetzung ganz gut. Wenn Ihre Schülerinnen und Schüler aber selbst komplexe Texte wie Interpretationen verfassen, sind sie mit der Kommasetzung überfordert.

Tipp 1: Textprozeduren helfen

Textprozeduren helfen Schülerinnen und Schülern nicht nur beim Formulieren, sie können auch bei der Kommasetzung unterstützen. Achten Sie darauf, dass es sich nicht nur um Wörter oder kurze Wortgruppen handelt, sondern dass diese immer mit dem Komma eingeübt werden. Für die Interpretation kann man zum Beispiel folgenden Einleitungssatz vorgeben: Die … (Kurzgeschichte) … („Nachts schlafen die Ratten doch“) von … (Wolfgang Borchert) aus dem Jahr … (1947) thematisiert, wie … Für die indirekte Redewiedergabe sollten ebenfalls Textprozeduren eingeübt werden, zum Beispiel: … (Der Mann) erwidert, ob … (er nicht wisse, dass die Ratten nachts schlafen).

Tipp 2: Auf Signalwörter achten

Schülerinnen und Schüler müssen lernen, sich beim Schreiben an Signalwörtern für die Kommasetzung zu orientieren, also zum Beispiel an Konjunktionen und Relativpronomen. Außerdem kann es helfen, auf sogenannte Kopfverben zu achten, nach denen man ein Komma setzt und die Konjunktion „dass“ verwendet. Kopfverben sind Verben des Sprechens, Wahrnehmens und Denkens, zum Beispiel: Er behauptet, dass …; Sie sagt, dass …; Er träumt, dass …; Ich höre, dass …; Sie denken, dass …

Tipp 3: Zu viele Kommas? Kein Komma ohne Grund!

Schreibende neigen dazu, wenn die Sätze lang sind – zum Beispiel durch verschiedene Adverbialbestimmungen – ein Komma zu setzen. Stattdessen sollten Sie Ihren Schülerinnen und Schülern vermitteln, dass das finite Verb Dreh- und Angelpunkt für die Satzstruktur und damit für die Kommasetzung ist. Im Download finden Sie noch einmal alle Regeln der Kommasetzung übersichtlich und schülergerecht anhand von Eselsbrücken auf einer Seite zusammengestellt.

Tipp 4: Zu wenige Kommas? Auf finite Verben achten, Schachtelsätze auflösen

Schülerinnen und Schüler, die zu wenig Kommas setzen, sollten die Regel verinnerlichen, dass zwischen zwei aufeinanderfolgenden finiten Verben immer ein Komma stehen muss. Folgen sie nicht direkt aufeinander, hilft auch hier, die finiten Verben zu suchen sowie Anfang und Ende der Teilsätze zu bestimmen. Außerdem sollten die Schreibenden dafür sensibilisiert werden, unübersichtliche Schachtelsätze in Satzgefüge mit wenigen Nebensätzen aufzulösen und nur selten eingeschobene Nebensätze zu verwenden. Diese sind nicht nur verantwortlich für Kommafehler, sondern auch leserunfreundlich.

Tipp 5: Die Ersatzprobe für das/dass nutzen

Auch wenn die Kommasetzung vor dem Relativpronomen oder der Konjunktion erkannt wird, ist die Schreibung von das/dass eine weitere häufige Fehlerquelle in Aufsätzen. Die Schreibenden sollten konsequent die Ersatzprobe anwenden. Im Download haben wir Ihnen eine Seite zusammengestellt, auf welcher die Ersatzprobe erklärt wird und vor allem durch das Bild im Gedächtnis bleibt. Außerdem zeigt das „So geht’s-Beispiel“ das Anwenden dieser Probe.

Für Sie zum kostenlosen Download

Sie suchen Übungsmaterial für die Kommasetzung?

Schauen Sie doch einmal in die Deutsch kompetent Arbeitshefte.

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