Raunächte, die Zeit „zwischen den Jahren“ – immer wieder hört oder liest man davon, doch woher stammen der Begriff Raunacht und die Zeitangabe „zwischen den Jahren“? Wir bringen Licht ins Dunkel der Begrifflichkeiten.
Die Rau(h)nächte beginnen am 25. Dezember und dauern bis zum 6. Januar. Diese zwölf Nächte werden im Volksmund auch Zwischennächte genannt, denn bevor Papst Innozenz XII. im Jahr 1691 den 1. Januar als offiziellen Jahresbeginn anerkannt und festgelegt hatte, wurde das neue Jahr – je nach Gegend oder Zeitalter – am 25. Dezember, am 1. Januar oder auch am 6. Januar gefeiert. Daher stammt der Ausdruck „zwischen den Jahren“.
Aberglaube
Vielleicht ist Ihnen der Brauch, in der Zeit der Raunächte keine Wäsche zu waschen und aufzuhängen bekannt. Der Aberglaube besagte, dass weiße Wäsche an der Leine von wilden Reitern gestohlen und im Laufe des nächsten Jahres als Leichentücher verwendet werden könnten. Die Furcht vor Krankheit und Tod war allgegenwärtig. In anderen Versionen dieses Aberglaubens hieß es, wilde Geister könnten sich in der Wäsche verfangen und böse reagieren.

Die Rituale der Raunächte
Eine sehenswerte Dokumentation des SWR bringt in jeweils halbstündigen Filmen auf unterhaltsame Weise das Thema Raunächte näher:
Raunächte – Von Hexen, Schurken und der Wilden Jagd (1/3)
Linktipps
Weitere Informationen rund um die Raunächte finden Sie unter:
- Tradition und Brauchtum der »12 heiligen Nächte«:
https://www.vivat.de/magazin/jahreskreis/weihnachten/rauhnaechte/ - Rauhnächte | Stille Tage, wilde Nächte:
https://www.deutschlandfunk.de/rauhnaechte-stille-tage-wilde-naechte-100.html








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