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Wir wünschen Ihnen Glück und Erfolg im neuen Jahr! – Was uns Glücksbringer sagen wollen

Seit dem Mittelalter begrüßen Menschen mit Krawall und Feuer das neue Jahr – als Ausdruck von Freude auf das Künftige, aber auch, um böse Geister zu vertreiben. Haben Sie zufällig einen Marienkäfer, ein Hufeisen, ein Glücksschweinchen, ein vierblättriges Kleeblatt bzw. einen Schornsteinfeger aus Marzipan oder Schokolade geschenkt bekommen? Das soll ja Glück bringen … Warum eigentlich?

Der Marienkäfer

Marienkäfer gelten als Glücksbringer, denn schon ihr Name spielt auf die Jungfrau Maria an. Die roten Flügel des Käfers werden als Mantel der Mutter Gottes angesehen, während die schwarzen Punkte für die Sorgen stehen, die Maria den Menschen abnimmt. Manchmal galten sie auch als Hinweis darauf, wie viele glückliche Jahre oder Kinder jemand erwarten könne.

Die harmlosen, niedlichen Käfer werden aufgrund ihres rundlichen, leuchtend roten Äußeren mit Freude und Wärme assoziiert. Außerdem fressen Marienkäfer Blattläuse und schützen so als Nützlinge Pflanzen und Ernte, sodass sie mit Glück und Wohlstand in Verbindung gebracht werden. Landet der Käfer auf einem Menschen, bringt er diesem einen gelingenden Tag. Als schlechtes Omen gilt es analog, einen Marienkäfer zu töten, da dies Pech nach sich ziehe.

Glücksbringer Marienkäfer
Glücksbringer Hufeisen

Das Hufeisen

Eisen ist ein wertvoller Rohstoff und repräsentierte als magisches Material das Feuer und die Schmiedekunst. Ja, dem Schmied selbst wurden früher magische Kräfte zugeschrieben, vermochte er schließlich Metall und Feuer zu bändigen. Das Hufeisen trug somit symbolisch die Kraft des Schmieds in sich. Es sorgte außerdem dafür, dass Pferde lange Strecken laufen und schwere Lasten tragen konnten. Damit stand es für Sicherheit, Wohlstand und Erfolg.

Die geschlossene Seite des Hufeisens wurde als Schutz angesehen, der negative Energien abwehrt. Hängt man das Hufeisen mit der Öffnung nach oben ans Haus (U-Form), fängt es das Glück auf und bewahrt es. Wird es nach unten geöffnet, gießt es das Glück auf die Menschen darunter aus. Andere wieder sagen, man sollte es nicht umdrehen und aufpassen, dass das Glück nicht einfach herausfällt – das liegt wohl ganz im Auge des Betrachters.

Auch lässt sich der Bogen oder Halbkreis als Symbol für den Himmel und damit für göttlichen Schutz interpretieren. Andere wiederum erinnert er an die Mondsichel und der gute, alte Mond stand seit der Antike für Fruchtbarkeit, Schutz und Wohlstand.

Das Glücksschwein

Schweine sind schon sehr lange eine wertvolle Nahrungsquelle der Menschen. Wer Schweine besaß, hatte Fleisch, Fett und andere Ressourcen, die ihm Wohlstand garantierten. Schweine wachsen schnell und bekommen viele Nachkommen, sodass sie Fruchtbarkeit und Überfluss symbolisieren. Wer „Schwein hatte“ war eben gut versorgt. Aus dem 16. Jahrhundert ist überliefert, dass ein Verlierer bei Wettspielen manchmal mit einem Schwein als Trostpreis bedacht wurde und so also doch noch Glück hatte.

Auch wurden die klugen, robusten und anpassungsfähigen Tiere, die gerne fressen und gemütlich ausschauten (zumindest stellt man es sich zu Zeiten so vor, als sie noch auf Bauernhöfen und nicht in der Massentierhaltung lebten), mit dem Wunsch nach einem sorgenfreien, genussreichen Leben verbunden.

Glücksbringer Schwein Glücksschwein
Glücksbringer vierblättriges Kleeblatt

Das vierblättrige Kleeblatt

Ein vierblättriges Kleeblatt entsteht durch Mutation. Und diese „Anomalie“ wird als Zeichen dafür angesehen, dass das Leben manchmal schöne Überraschungen bereithalten kann. Es heißt, dass nur etwa eines von 5.000 bis 10.000 Kleeblättern vier Blätter hat, sodass es diese Seltenheit zu einem besonderen Fund macht – zu einem „glücklichen Zufall“.

Die vier Blätter sollen für Glaube, Liebe, Hoffnung und Glück stehen oder in anderen Überlieferungen für Reichtum, Ruhm, Gesundheit und treue Liebe. Die Kelten sahen das vierblättrige Kleeblatt als Werkzeug der Druiden, die es angeblich nutzten, um übernatürliche Wesen wie Feen zu erkennen oder um deren Schutz zu erhalten. In der christlichen Überlieferung heißt es, dass Eva beim Verlassen des Garten Eden ein vierblättriges Kleeblatt mitgenommen habe, als Erinnerung an das verlorene Paradies.

Der Schornsteinfeger

Verstopfte oder schmutzige Schornsteine verursachten früher viele Feuersbrünste oder leiteten Rauchgase in die Häuser. So war der Besuch des Schornsteinfegers also lebenswichtig: Er schütze vor Bränden und brachte Essen und Wärme in die Stuben, da erst mit dem sauberen Schornstein auch das Feuer richtig brannte. Weil er auf dem Dach herumturnte und gefährliche und schmutzige Arbeiten verrichtete, galt er als mutig. Berührte man einen Schornsteinfeger, nahm man, so der Volksglaube, den Ruß als schützende Kraft gegen das Böse von ihm mit. Denn mit dem Ruß und dem Schmutz kehrte der Schornsteinfeger angeblich auch alles Böse aus dem Haus.

Rief man den Schornsteinfeger also um Neujahr herum, wurde der Schornsteinfeger mit einem positiven Start ins neue Jahr in Verbindung gebracht. Sein Besuch brachte Reinheit, Ordnung und die Hoffnung auf ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr.

Glücksbringer Schornsteinfeger

Ein glückliches, gesundes und vor allem friedlicheres neues Jahr wünschen wir Ihnen und uns von ganzem Herzen – Ihre Deutschredaktion!

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