Zu reisen, Menschen kennen zu lernen, Sprachen zu lernen, all das gehört an Europaschulen zum Pflichtprogramm. In Zeiten von Corona hat sich vieles verändert und manches geht gar nicht mehr. Da sind Alternativen gefragt.
Die Pandemie hat an allen Schulen ihre Spuren hinterlassen. Als Europaschule stehen wir dabei noch einmal vor ganz anderen Herausforderungen, weil wir durch unser Europaprofil verpflichtet sind, regelmäßig Austauschprogramme und internationale Projekte durchzuführen. Um einen größtmöglichen Kontakt zu gewährleisten, wurden die SchülerInnen immer in Gastfamilien untergebracht. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist das alles so nicht mehr möglich. Reisen ins Ausland und Begegnungen mit SchülerInnen anderer Schulen sind seit eineinhalb Jahren verboten.
Statt Auslandsfahrten gibt es Videokonferenzen
Um den Kontakt aufrecht zu erhalten, wurde versucht, wenigstens per Videokonferenz mit der ein oder anderen Schule in Kontakt zu treten. Dort tauschen sich die SchülerInnen ein bisschen untereinander aus – wenn die Technik funktioniert. Das tut sie leider nicht immer, was die Motivation bei den SchülerInnen nicht verbessert. Eine solche Konferenz ersetzt aber in keinem Fall das Erlebnis Austausch.
„Erasmus+ Projekte“ auf Distanz
Ähnlich sieht es bei den „Erasmus+ Projekten“ aus, auch hier geht die gesamte Projektarbeit im Moment nur digital. Ziel ist es zu sehen, welche länderübergreifenden Probleme in den Bereichen Umweltverschmutzung, Wasserverschmutzung, Nachhaltigkeit zu identifizieren sind, über praktikable Lösungsmöglichkeiten nachzudenken und sie nach Möglichkeit auch in die Tat umzusetzen. Das Projekt ist auf eine Dauer von zwei Jahren angelegt. In dieser Zeit werden drei Workshops mit Schülerinnen und Schülern aus allen fünf Schulen stattfinden. Die inhaltliche Projektarbeit findet in den Schulen der Partnerländer statt. Die Ergebnisse werden in gemeinsamen digitalen Videokonferenzen präsentiert. Im Moment hoffen alle Beteiligten auf ein erstes Meeting im Frühjahr in Spanien – live und in Farbe.
Um ein bisschen Abwechslung in die Europaarbeit zu bringen, haben wir z.B. am Europatag 2021 digitale Planspiele mit unseren europäischen Partnerschulen gespielt. Das hat den Kindern viel Spaß gemacht, weil sie u.a. neue digitale Tools kennengelernt haben. Diese werden über Agenturen angeboten und sind mit ca. 2000,- Euro in der Durchführung für bis zu 80 Teilnehmer aber nicht gerade ein Schnäppchen. Finanzielle Unterstützung kann man gelegentlich über Töpfe des Schulministeriums oder Stiftungen beantragen.
Europaarbeit in Zeiten der Pandemie ist mühsam und nicht selten frustrierend für die SchülerInnen und die LehrerInnen, da sie durch Kontakte lebt. Kreativität ist heute mehr gefragt als je zuvor. Welche Ideen haben Sie mit Ihren Schulen umgesetzt, um Austausch und Auslandskontakte zu ermöglichen? Schreiben Sie uns!








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