Prompting
Was ist das?
Prompting bedeutet, präzise Eingaben oder Fragen zu formulieren, um gezielte und hilfreiche Antworten oder Ergebnisse von Künstlicher Intelligenz zu erhalten.
Was bringt das?
Gutes Prompting, also der KI klare Anfragen oder Aufgaben zu stellen, hilft, präzisere Antworten zu erhalten, effektiver zu lernen und komplexe Aufgaben mit KI besser zu lösen.
Wie geht das?
Man muss der KI klare, spezifische Fragen stellen, Schlüsselwörter nutzen, Kontexte geben, Ziele formulieren, also präzise Anweisungen festlegen.
In sechs Schritten zu einem guten Prompt
Wie so oft macht Übung den Meister, also probieren Sie die gängigen LLMs einfach selbst aus! Das folgende Modell gibt Ihnen eine gute Anleitung zum Prompten. Jeder Schritt dieses Prozesses spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Ergebnisse und sollte berücksichtigt werden.
1. Rollenzuweisung
Zunächst sollte definiert werden, welche Rolle die KI in der Interaktion übernehmen soll. Soll sie bspw. als Fachlehrer, als Gespächspartner oder als Quizmaster agieren? Eine klare Rollenzuweisung hilft dem Modell, passende Antworten zu generieren, die sich an der gewünschten Perspektive orientieren.
2. Arbeitsauftrag
Ein gut formulierter Prompt enthält eine klare Aufgabenstellung. Hierbei sollte konkret angegeben werden, was die KI tun soll. Beispielsweise: „Erstelle eine altersgerechte Hinführung zum Thema Inhaltsangabe von Erzähltexten für die 7. Klasse.“ Je präziser die Anweisung, desto gezielter die Antwort.
3. Kriterien und Beispiele
Um die Qualität und Passgenauigkeit der KI-Antwort zu erhöhen, ist es hilfreich, zusätzliche Kriterien oder Beispiele zu nennen. Beispielsweise könnte ein bestimmter Wortschatz oder ein spezifisches Format für die Antwort vorgegeben werden, etwa: „Nutze einfache Sätze und erkläre Fachbegriffe in Klammern.“
4. Zielstellung
Es ist sinnvoll, das übergeordnete Ziel der Anfrage zu formulieren, z.B. „Die Schüler sollen damit ihr Verständnis der Verwendung des Konjunktivs in der indirekten Rede kontrollieren können.“. Eine klar definierte Zielsetzung lenkt die KI-Antwort in die gewünschte Richtung.
5. Angaben zum Format
Je nach Einsatzbereich können Formatvorgaben hilfreich sein. Beispielsweise kann vorgegeben werden, dass die Antwort als Stichpunktliste, Fließtext oder Dialog formuliert sein soll. Auch Hinweise zu Länge oder Tonfall können die Passgenauigkeit erhöhen.
6. Refinement
Ein wichtiger Schritt besteht darin, das Ergebnis zu prüfen und gegebenenfalls durch gezieltes Feedback zu verbessern. Falls die KI-Antwort nicht den Erwartungen entspricht, kann eine erneute Eingabe mit präzisierteren Vorgaben erfolgen.
Durch die Anwendung dieses sechsstufigen Frameworks lassen sich die Qualität der Antworten von KI-gestützten Chatbots erheblich verbessern. Die bewusste Gestaltung der Prompts macht den Unterschied zwischen allgemeinen, unpräzisen und gezielten, hilfreichen Antworten aus. Um gezieltes Prompting mit Schülerinnen und Schülern einmal zu erarbeiten und zu üben ist diesem Beitrag ein Arbeitsblatt für den Unterricht als Downloadmaterial beigefügt. Mindestens genauso wichtig wie das Prompting ist die kritische Überprüfung der Ergebnisse, die die KI generiert.


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